Zum jetzigen Zeitpunkt denke ich sehr häufig daran, wie es zu meiner Entlassung weitergehen wird. Ob es mit einer Wohnung und einem Job klappen wird oder ob mir das Obdachlosenheim und ALGII droht.    

Blech-Bastel-Biber

Wenn ich hier mal so ehrlich fortfahre wie bisher, dann ist meine Antwort auf diese Frage, mein Vater, seine Liebe zu mir, die unerschütterlich ist und ich diese gar nicht verdiene und dennoch ist sie unsterblich, danke Pap auf diesem Weg für deine unerschütterliche Liebe durch Christus.

Und diese Tatsache ist für mich förmlich greifbar und täglich präsent.

Nitram

Es gibt Vieles über das man öfters, ja fast täglich nachdenkt. Sehr präsent ist der Gedanke an draußen, wie man sein Leben nach der Haft bestreiten möchte. Ich denke in diesem Zusammenhang viel an meinen Wohnort und meine Vermieterin, die mir nach der Haft weiterhin ein Zuhause bietet, unabhängig von meiner Vorgeschichte. Und dies gleicht heutzutage einem 6er im Lotto und ist so viel wert – eine Wohnung zu haben, die man sein Zuhause nennen darf. Auch denke ich viel an die Arbeit, der ich nachgehen will und ob ich der Sache gewachsen bin und durchhalte. Deshalb auch meine Arbeit hier im Knast, wo ich meine Schweißer-Pässe mache, die ich dann draußen brauche, um bei der Firma B. anfangen zu können. Ein andere starker Gedanke ist, ob meine jetzige Verlobte weiterhin mit mir an einem Strang zieht bis zum Schluss, sodass wir Vier (damit meine ich sie, ihre zwei Kids und ich) uns eine gemeinsame Zukunft aufbauen können.

Mütze